Neue CD - Bramhs Reinecke Draeseke

"Kilian Herold und Amir Katz haben ein romantisches Klarinettenalbum eingespielt, bei dem die Grenzen zwischen Solo und Begleitung aufgehoben sind. Das Resultat ist Resonanz statt Dominanz und damit ein feines Hörvergnügen.“

So besprach unter anderem das Berliner Kulturradio die im November 2012 bei Avi-music erschienene CD von Kilian Herold und Amir Katz.

Aus dem Booklet: Unsere Idee war, die hochromantische Epoche etwas breitgefächerter zu betrachten, zu zeigen, es gibt nicht nur Brahms, der in dieser Zeit für die Besetzung Klarinette-Klavier komponiert hat, sondern auch andere im gleichen deutschen Kulturkreis. Im Orchester gilt die Klarinette neben dem Horn als typisch romantisches Instrument. In der Sinfonik und auch in der Opernliteratur spielt das Instrument eine immer wichtigere Rolle. In der Kammermusik ist es anders, da gibt es seltsamerweise eine Lücke. Die Frühromantik hat viel Kammermusikalisches für Klarinette zu bieten, von Weber, Spohr oder Schumann. Danach wird eine Zeit lang wenig Bläser-Kammermusik geschrieben, bis es dann zu diesem berühmten Treffen zwischen Brahms und Mühlfeld kommt, das Brahms zu seinen Sonaten für Klarinette und Klavier inspiriert. Wir fragten uns: was gibt es außerdem noch? Die Draeseke-Sonate ist etwas vor Brahms´ Sonaten entstanden – 1887 - und der Reinecke danach. Aber alle drei gehören noch in diese hochromantische Zeit. Wir wollten versuchen, das Umfeld herzustellen, in dem die Brahmssonate entstand.