Carl Nielsen - Klarinettenkonzert

Einen Komponisten "mit Dreck an den Stiefeln" hat man ihn genannt. Aber er hat die Dänen stolz gemacht: Carl Nielsen. Geboren am 9. Juni 1865 auf der Insel Fünen als Sohn eines armen Dorfmusikanten, schaffte er es als Militärhornist auf das Konservatorium in Kopenhagen. Dort wurde er ein guter Geiger und ein noch besserer Komponist. Neben vielen Gelegenheitsstücken entstanden ein Quartett und eine Streicher-Suite, die er selbst als seine ersten vollgültigen Werke betrachtete. Aber auch nach der erfolgreichen Uraufführung seiner ersten Sinfonie - mit ihm selbst bei den zweiten Geigen - blieb er im Orchesterdienst. Die Musikwelt brauchte eine Weile, um zu begreifen, dass dieser kleine Mann mit dem Lausbubengesicht und der Bürstenfrisur längst ein ganz Großer war, der es verdient, in einem Atemzug mit Mahler und Sibelius genannt zu werden. Insgesamt sechs Sinfonien, aber auch Bühnenwerke und ein Klarinettenkonzert, das als das zugleich schwierigste und schönste nach demjenigen von Mozart gilt, unterstreichen seine Bedeutung als Spätromantiker, der die Tür zur Moderne weit aufgestoßen hat.

Kilian Herold spielt das Werk am 15. Juli im Freiburger Konzerthaus gemeinsam mit dem SWR Sinfonierochester Baden-Baden und Freiburg unter der Leitung von Francois Xavier Roth.